Wenn das Heimatessen der Schlüssel zum Erfolg ist..

Nach drei wunderschönen Wochen, gekennzeichnet von reinem Genussbouldern in den traumhaften Grampians mit weltbekannten Bouldern in jedem Schwierigkeitsgrad, wurde ich von meinem Ehrgeiz überkommen meiner Ticklist was Schweres hinzuzufügen.

Eingeleitet wurde das mit ‚Spanking the Monkeybars‘ (V8), den ich an Regentagen probiert habe. Am Ende einer Bouldersession hab ich ziemlich schnell die Züge klettern können, beim ersten Wiederkommen hab ich den wohl schlechtesten Grip in drei Wochen erlebt und der Ablauf war noch nicht wirklich kraft- und energieeffizient. Doch beim nächsten Mal gelang mir dann der Durchstieg in dem athletischen Klassiker im wetterfesten Gebiet ‚Kindergarten‘ mit kneebar, heel hooks, cut,.. Super cooler Boulder!

Anschließend probierte ich den nächsten Boulder auf meiner Ticklist: den hatte ich eigentlich nur mal aus Spaß probiert als ich mich platt gefühlt hatte und einer aus der Truppe an dem Boulder tüftelte. Doch dann fand ich eine super Beta, sodass mein Kumpel Simon toppte und ich alle Züge solide klettern konnte. Als ich dann nach ‚Spanking the Monkeybars‘ wiederkam und rund fünf Mal am letzten Zug gepumpt runterfiel, entschied ich, dass ich vermutlich einfach frisch wieder kommen sollte. Gesagt, getan. Am Tag drauf spazierte ich dann selbstbewusst über den Einstieg vom Klassiker ‚Wimmel Friedhoff‘ (V5), powerte durch den verbindenden harten Schulterzug und toppte den Ausstieg von einem weiteren Klassiker ‚Rave Heart‘ (V8). Tagesflash in dem coolen Linkup Boulder ‚Ogre Thumb‘ (V9). Ein Ruhetag folgte und abends wurde der hier meist eher geringe Fleischkonsum endlich mal wettgemacht mit ‚chicken and vegetable pie‘ und ner Ladung Schweineschnitzel!

In der Früh überkam mich die Lust auf Kaiserschmarren, also wurden die Unterarme aufgewärmt beim Eiweiß steif schlagen mit zwei Gabeln und der Appetit angeregt beim Geruch von den kochenden Äpfeln fürs Apfelmus. Mei, war des guad! Gut gestärkt packte ich mir das Crashpad und zog heute mal alleine, aber bei schönem Wetter, los.

Warm up unterhalb der ‚Taipan Wall‘ im Gebiet ‚Snakepit‘ und dann hoch zum bisschen isolierten drei Sterne Boulder ‚Lazy Mooneli‘. Dank meinem Freund Simon bin ich da überhaupt mal hochgelaufen, eingestiegen und hab gute Beta bekommen. In der ersten Session hab ich mich gleich in diesen Dachboulder verliebt! Super coole, einmalige Moves. Einer dieser Boulder, die super schwer zu flashen sind. Denn hier werden die Füße hin und her geschmissen, über fünf verschiedene Heelhooks gelegt, der Toehook kommt auch ins Spiel. Zudem sind auch Leisten, Schlitze, Aufleger, Sloper, Zangen und Henkel alle mit von der Partie. Oben drauf ist die Aussicht auch noch traumhaft! Was will man also mehr?

In meiner zweiten Session konnte ich die Abläufe auflösen. Doch die Power reichte nicht ganz, um die circa 20 Züge zusammenzuhängen. Naja, aber heute in meiner dritten Session stand ja Kaiserschmarren als Energiequelle auf dem Plan.. einmal die Schlüsselstelle durchbouldern für die Spannung und den kühlen Kopf und dann einfach mal von unten einsteigen. Mei fühlt sich des gschmeidig an! Und was sich gut anfühlt führt meistens auch zum Erfolg.. Tadaaaa Tagesflash in meinem ersten V10 und Lieblingsboulder! Whoop whoop! Na was mach ich denn jetzt noch? Der Tag ist ja gerade mal halb rum.. ein Projekt ist noch offen, aber halt auf der ganz anderen Seite… Doch die guaden boarischen Wanderwadln werden mich schon da rüber bringen. Also auf gehts!

Von einem Dach ins Nächste: back to ‚The Cave‘, wo ich bereits ‚Ogre Thumb‘ ticken konnte. Diesmal stand ‚Cave Girl‘ (V9) auf der Liste. Noch super happy über den Erfolg bei ‚Lazy Mooneli‘ stieg ich nach nem schnellen Re-Warmup völlig unbeschwert in der Mitte des riesig langen Dachs ein um zu sehen ob ich tatsächlich ein Cave Girl bin oder eher ein schokisüchtiger Mattenplatscher. Denn alle Achtung – Boulderer erneut in nem pumpigen zwanzig Zug Dach unterwegs! Netterweise durfte ich mir ein Crashpad von der anderen Crew ausleihen, sodass ich die zwei tricky Stellen mit Pads auslegen konnte. Nicht, dass man hier tief fällt, aber für den Kopf ists doch immer ganz gut eine weiche Landezone im Falle eines Popoklatschers unter sich zu wissen. Also mal schauen ob das Eiweiß per Hand schlagen gutes Unterarmtraining ist.. Ich würd ganz einfach sagen: wenns läuft, dann läufts! Die Magie von Ruhetag, Fleischkonsum und Kaiserschmarren sind meine persönliche Droge! Ein erneuter Tagesflash. V9 and V10 in a day💪🏼 Ich glaub den Titel ‚Cave Girl‘ darf ich jetzt selbstbewusst tragen! Alle aufgepasst: Lazy Cave Girl mit starkem Thumb spankt die Monkeybars..

Auch in der darauffolgenden Zeit konnte ich meine Liste an einmaligen, wunderschönen Boulderlinien zwischen V3 und V8 nochmal gut verlängern. Was für eine unvergessliche Zeit hier in den Grampians.. also rüber, auf gehts! Kaiserschmarren und ab zu Eurem Projekt! Das ist die Beta!

Ein großes Danke an die Grampians Crew für das Teamwork beim Ausbouldern, Spotten, Kochen und an die seelische und materielle Unterstützung von daheim! Alleine hätte ich das alles nie geschafft! Bouldern ist definitiv Teamsport!

Foto credit: Nick Ducker (@five.ten.plus), Luca Parodi, Vu Le Photography

Mantle Athlet
Friederike Petri

  • 3. Platz Deutscher Bouldercup Ispo
  • Bayrische Bouldermeisterin
  • Bayrische Jugendbouldermeisterin

Friederike über Mantle

„ Dank dem Mantle-Chalk gelingt es mir bei jeder Temperatur, trotz feuchten Fingern die Griffe festzuhalten und nicht durch rutschen an den Griffen zu scheitern. “
Mehr über Friederike

Friederike Petri

Top Athleten vertrauen Mantle

Zu den Mantle-Athleten