Rocklands- Das Boulderparadies in Süd Afrika

Packliste:

  • 2 Crashpads
  •  2 lange Kletterhosen/ 2 kurze
  •  Dick Daunenjacke
  • Unterhosen/ Socken/ Shirts etc…
  • 5 paar Kletterschuhe (1 Drago/ 1 Miura/ 3 Python)
  • Bürsten
  • Chalkbag, groß und klein
  • Spanngurte
  • 2 kg Chalk

Das was wohl am Anfang einer jeden Reise steht, die gute alte Packliste. In diesem Fall konnten wir Dinge wie Zelt, Kocher oder Schlafsack von der Liste streichen, denn in den knapp 7 Wochen die uns bevor standen hatten wir (damit sind Max, Matthias und ich gemeint) uns für den Luxus eines „Hauses“ entschieden. Oder zumindest das was man in Süd Afrika unter einem Haus versteht.

Nach den üblichen Kleinigkeiten, die zum Reisen dazu gehören, wie Fliegen, Zwischenlanden, noch einmal Fliegen, Mietwagen besorgen etc., kamen wir schließlich in den Cederberg Mountains an.

 

The Rhino (FB 7b+)

Der 2:1 Rhythmus, also 2 Bouldertage gefolgt von einem Ruhetag, hat für den größten Teil der Reise unsere Tage bestimmt und nachdem es auch mein erstes Mal in den Rocklands war, gab es dementsprechend auch viel zu tun! Einen genauen Plan von dem was ich bouldern wollte hatte ich nicht. Viel Bouldern stand auf dem Programm, viele der Klassiker versuchen und DEN einen Boulder versuchen zu flashen, den ich unbedingt machen wollte. Nach zwei Tagen eingewöhnen und dem ersten Ruhetag, ging es zu einem der beliebtesten Gebiete in den Rocklands, Roadside. Dort sind einige der bekanntesten Probleme zu finden. „Pendragon flashen“ das kam eigentlich immer, wenn mich jemand fragte was ich in den Rocklands versuchen wollte, und an unserem dritten Bouldertag wurde dieses Projekt angegangen. Nach einer Aufwärmaktion in „The Rhino“ (Fb 7b+) ging es zu „Pendragon“ (Fb 8a). Gewollt, gesagt und getan. Etwa fünf Minuten später hatte ich mein Ziel erreicht.

Pendragon (FB 8a)

In den nächsten Tagen ging es mir, wie die meiste Zeit, darum, Eindrücke zu sammeln und vor allem viele Boulder zu versuchen. Im gleichen Gebiet wo „Pendragon“ ist, gibt es auch noch einen weiteren Klassiker. Das war „Nutsa“ (Fb 8a). Allerdings wollte nicht nur ich „Nutsa“ probieren. Gefühlt die Hälfte der Personen, die sich in den Rocklands befanden hatten das Gleiche vor. Und so gab es fast jeden Tag eine regelrechte Nutsa-Party! So geil so etwas sein kann, einen Boulder mit vielen Menschen zu versuchen, so anstrengend kann es auch auf Dauer werden. Nach 10 Minuten probieren viel ich bereits beim letzten schweren Zug. Allerdings hat es schlussendlich doch zwei volle Sessions gedauert bis ich „Nutsa“ endlich hochkam.

Eines der neuen Gebiete, das mir am besten gefallen hat, war die „Dangerzone“. Leider hatten wir dort nicht so viel Glück mit dem Wetter. 20 Minuten mit Regen, gefolgt von 30 Minuten mit Sonne. Und das den GANZEN Tag! Doch 20 Minuten kann man gut nutzen wenn man es richtig anstellt. Also schnappte ich mir in einer der Regenpausen unsere Pads und ging zu zwei der Boulder die ich am meisten versuchen wollte. Resultat dieser Aktion waren ein Flash von „Big litttle lies“ (Fb 8a) und ein Durchstieg von „Tail of caracal“ (Fb 8a+) im 2 Go.

A tea with elmarie (FB 8a/ 8a+)

So ging es auch im Großen und Ganzen weiter. Mit viel Bouldern! Neben den ganzen schon bestehenden Sachen konnte ich auch ein paar neue Boulder erstbegehen. Einer davon war „Greand Hueco“ (Fb 8a?), einer der längsten Boulder im Dach, die ich je gemacht habe. Ein anderer war der „M.P.G.W.“ (Fb 8a?) oder in anderen Worten, der Moritz Perwitchki Gedenk Weg. Die Erstbegehung für die ich am längsten gebraucht habe ist mit Sicherheit nicht die imposanteste Linie in den Rocklands, doch hat einen wie ich finde einen genialen Crux Zug. „King oft the dwarfs“ (Fb 8a+?) hat mich ganze 4 Sessions gekostet und mich nicht nur einmal fast zur Verzweiflung getrieben. Doch sei es drum, er hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Doch Bouldern ist nicht das Einzige was man in den Cederberg Mountains machen kann! Egal ob surfen am Atlantik, oder eine Besichtigungstour durch die vielen Höhlen mit ihren Malereien. Für die Ruhetage ist auf jeden Fall vorgesorgt. Natürlich kommen auch alle, die Lust auf Safari haben nicht zu kurz. Es gibt mehrere Orte und kleinere Nationalparks, die mit dem Auto in einem Tag gut erreichbar sind und wenn man gegen Ende der Saison das Abenteuer Südafrika antritt, bekommt man auch noch die gewaltige Farbenpracht der Wildblumen zu sehen.

Rocklands ist definitiv eine Reise wert!

Hier gehts zum Video: No Technique but Power

Noch ein kleiner Eindruck der Boulder, die ich machen konnte:

  •  King of the dwarfs (FA) Fb 8a+?
  •  Tail of caracal Fb 8a+
  •  A tea with Elmarie Fb 8a/8a+
  •  Trouble in Paradise Fb 8a/8a+
  •  Pendragon (flash) Fb 8a
  •  Electric copper (flash) Fb 8a
  •  M.P.G.W. (FA) Fb 8a?
  •  Big little lies (flash) Fb 8a
  •  Nutsa Fb 8a
  •  Deepturtle Fb 8a
  •  Rasta roof Fb 8a
  •  Fragile Steps Fb 8a
  •  Greand Hueco (FA) Fb 8a?
  •  Hellfire (FA) Fb 8a
  •  The art project Fb 8a
  •  Swallow cave Fb 8a
  •  Umbuli Fb 8a
  •  The Amphietheatre Fb 8a
  •  Awunda Fb 8a
  •  Light Warrior (FA) Fb 7c+?
  •  The Section (flash) Fb 7c+
  •  Caroline Fb 7c+
  •  Josef Malbos Fb 7c+
  •  Weichei Fb 7c+
  •  No late Tenders Fb 7c+
  •  Machoking Fb 7c+
  •  Shebeen darkness Fb 7c+
  •  Stargate Fb 7c+
  •  Paula Abdul Fb 7c+

 

Mantle Athlet
Simon Unger

  • 16. Platz Boulder Worldcup Mumbai 2017
  • Bayrischer Meister Bouldern 2017
  • 3. Platz Deutscher Bouldercup Köln 2016

Simon über Mantle

„ Ich bin sehr heikel, wenn es um Chalk geht. Das Chalk von Mantle hat es geschafft mich in jeder Hinsicht zu überzeugen. “
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