Kletterbegriffe erklärt: Das große Lexikon für Bouldern & Klettern

Crimp, Sloper, Beta, Dyno, Flash, Heel Hook – und warum ruft eigentlich jemand „Allez!“ durch die ganze Halle?

Wer mit dem Klettern oder Bouldern beginnt, stellt schnell fest: Kletterer haben fast ihre eigene Sprache. Viele Begriffe stammen aus dem Englischen oder Französischen, andere haben sich einfach irgendwann in der Szene etabliert.

Damit du beim nächsten Hallenbesuch nicht nur Bahnhof verstehst, erklären wir dir hier die wichtigsten Kletter- und Boulderbegriffe – von Griffarten und Klettertechniken bis hin zu Wettkampfbegriffen und etwas kurioserem Kletterslang.

Und keine Sorge: Du musst sie nicht auswendig lernen. Spätestens wenn jemand neben dir „HEEL!“ schreit, während du verzweifelt an einem Boulder hängst, wirst du wissen, was gemeint ist.

Die wichtigsten Kletterbegriffe auf einen Blick

Begriff Kurz erklärt
Crimp Kleine Leiste oder Griffposition mit stark belasteten Fingern
Sloper Runder, abschüssiger Griff ohne klare Kante
Pinch Griff, der zwischen Fingern und Daumen zusammengedrückt wird
Dyno Dynamischer Sprung zu einem Griff
Heel Hook Die Ferse wird zum Ziehen oder Stabilisieren eingesetzt
Toe Hook Die Oberseite des Fußes wird hinter einen Griff gehakt
Mantle Hochdrücken des Körpers über eine Kante
Beta Informationen darüber, wie ein Boulder oder eine Route geklettert wird
Crux Die schwierigste Stelle eines Boulders oder einer Route
Flash Erfolgreich im ersten Versuch – mit vorherigen Informationen
Onsight Erfolgreich im ersten Versuch ohne vorherige Informationen
Rotpunkt Eine Route nach vorherigen Versuchen ohne Belastung des Seils klettern
Topout Einen Boulder oben auf dem Fels beziehungsweise Block beenden
Dab Unbeabsichtigtes Berühren von Boden, Matte oder Umgebung
Send Einen Boulder oder eine Route erfolgreich klettern

Griffarten beim Klettern

Was ist ein Crimp?

Ein Crimp ist meist eine kleine Leiste, auf der nur ein Teil der Finger Platz findet.

Der Begriff beschreibt allerdings nicht nur den Griff selbst, sondern auch die Art, wie du ihn hältst. Je stärker die Fingergelenke gebeugt werden, desto mehr spricht man vom Crimpen.

Typische Varianten sind:

  • Open Hand
  • Half Crimp
  • Full Crimp

Gerade der Full Crimp belastet die Finger stark und sollte insbesondere von Einsteigern nicht unnötig häufig eingesetzt werden.

Kurz gesagt: Kleine Kante, viel Fingerkraft.

Was ist ein Sloper?

Ein Sloper ist ein runder oder abschüssiger Griff ohne klare Kante.

Du kannst die Finger nicht einfach irgendwo einhaken. Stattdessen entsteht Halt hauptsächlich über:

  • Reibung
  • möglichst viel Kontaktfläche
  • Körperspannung
  • die richtige Position unter beziehungsweise zum Griff

Bei Slopern entscheidet deshalb oft weniger rohe Fingerkraft als eine gute Körperposition.

Was ist ein Pinch?

Pinch bedeutet so viel wie „zusammendrücken“.

Bei einem Pinch oder Zangengriff drückst du den Griff zwischen deinen Fingern und dem Daumen zusammen.

Je breiter der Griff, desto anspruchsvoller kann das für Hand und Unterarm werden.

Was ist ein Pocket?

Ein Pocket ist ein Lochgriff.

Je nach Größe passen hinein:

  • ein Finger
  • zwei Finger
  • drei Finger

Besonders kleine Ein- und Zweifingerlöcher können die Finger stark belasten. Deshalb gilt auch hier: langsam an die Belastung gewöhnen.

Was ist ein Jug oder Henkel?

Der Traum jedes müden Unterarms.

Ein Jug, auf Deutsch häufig einfach Henkel, ist ein großer, gut greifbarer Griff.

Du kannst meist mehrere Finger weit hineinlegen und relativ entspannt daran hängen.

Wenn dir jemand zuruft:

„Danach kommt ein Henkel!“

… stehen die Chancen gut, dass dein Leid bald ein Ende hat.

Was ist ein Undercling?

Beim Undercling beziehungsweise Untergriff greifst du einen Griff von unten.

Statt daran nach unten zu ziehen, ziehst du ihn nach oben und erzeugst gleichzeitig Druck über deine Füße.

Untergriffe funktionieren besonders gut, wenn du deinen Körperschwerpunkt entsprechend positionierst.

Was ist ein Gaston?

Beim Gaston drückst du nach außen gegen einen Griff.

Stell dir vor, du würdest zwei Aufzugtüren mit den Händen auseinanderdrücken.

Die Bewegung kann sich zunächst ungewohnt anfühlen und belastet häufig Schulter und Oberkörper stärker als ein normaler Zuggriff.

Kletterbewegungen und Techniken

Was ist ein Dyno?

Ein Dyno ist eine dynamische Bewegung, bei der du dich aktiv von der Wand abdrückst und den Zielgriff in der Bewegung oder sogar vollständig in der Luft fängst.

Typisch:

  1. Schwung aufbauen
  2. Beine explosiv einsetzen
  3. abspringen
  4. Zielgriff fangen
  5. hoffen

Vor allem beim modernen Wettkampfbouldern sind Dynos kaum noch wegzudenken.

Was ist ein Deadpoint?

Ein Deadpoint liegt irgendwo zwischen statischem Zug und richtigem Sprung.

Du bewegst deinen Körper dynamisch nach oben und greifst genau in dem Moment zu, in dem dein Körper für einen kurzen Augenblick nahezu schwerelos ist.

Dadurch kannst du weiter greifen, ohne vollständig von der Wand abzuspringen.

Was ist ein Heel Hook?

Beim Heel Hook legst du deine Ferse auf oder hinter einen Griff und ziehst aktiv mit dem Bein.

Das kann:

  • Gewicht von den Händen nehmen
  • deinen Körper stabilisieren
  • verhindern, dass du aus der Wand schwingst
  • zusätzliche Reichweite ermöglichen

Wenn dir beim Bouldern plötzlich jemand „HEEL!“ zuruft, ist das meistens ein gut gemeinter Hinweis.

Ob du ihn hören wolltest, ist eine andere Frage.

Was ist ein Toe Hook?

Beim Toe Hook hakst du die Oberseite deines Fußes beziehungsweise deiner Zehen hinter einen Griff oder eine Struktur.

Du ziehst den Fuß dabei aktiv zu dir.

Toe Hooks sind besonders hilfreich in Überhängen und bei Bewegungen, bei denen dein Körper sonst von der Wand wegschwingen würde.

Was bedeutet Flaggen?

Beim Flaggen streckst du ein unbelastetes Bein seitlich oder hinter deinem anderen Bein aus.

Dadurch verschiebst du deinen Schwerpunkt und verhinderst häufig, dass sich dein Körper ungewollt von der Wand dreht.

Es sieht manchmal so aus, als würde das Bein völlig nutzlos in der Gegend herumstehen.

Tatsächlich kann genau dieses Bein den entscheidenden Unterschied machen.

Was ist ein Drop Knee oder Ägypter?

Beim Drop Knee, auf Deutsch häufig Ägypter genannt, drehst du ein Knie nach innen beziehungsweise unten.

Dadurch kannst du:

  • deine Hüfte näher an die Wand bringen
  • Reichweite gewinnen
  • den Oberkörper entlasten

Besonders in steilerem Gelände ist der Ägypter eine sehr effektive Technik.

Was ist ein Mantle?

Beim Mantle ziehst du dich nicht einfach weiter nach oben, sondern wechselst vom Ziehen zum Drücken.

Typisches Beispiel:

Du erreichst die Oberkante eines Boulders, bringst deinen Oberkörper darüber und drückst dich anschließend mit den Armen nach oben – ähnlich wie beim Aussteigen aus einem Schwimmbecken.

Und ja:

Genau von dieser Kletterbewegung kommt auch unser Name MANTLE.

Was bedeutet auf Reibung stehen?

Manchmal gibt es schlicht keinen richtigen Tritt.

Dann setzt du den Fuß direkt auf eine Wandfläche und erzeugst Halt ausschließlich über die Reibung deiner Kletterschuhsohle.

Je größer die Kontaktfläche und je besser du deinen Körperschwerpunkt über dem Fuß positionierst, desto zuverlässiger funktioniert das.

Begriffe für Boulder und Kletterrouten

Was bedeutet Beta?

Beta bezeichnet Informationen darüber, wie eine Route oder ein Boulder geklettert werden kann.

Zum Beispiel:

  • welcher Fuß wohin kommt
  • welcher Griff mit welcher Hand genommen wird
  • wo ein Heel Hook sinnvoll ist
  • ob eine Bewegung dynamisch oder statisch funktioniert

Wenn dir jemand die Lösung verrät, bekommst du Beta.

Was ist Beta Spray?

Beta Spray ist Beta, nach der niemand gefragt hat.

Du arbeitest seit 20 Minuten an einem Boulder und willst selbst herausfinden, wie die Crux funktioniert.

Von hinten:

„Du musst einfach rechts heelhooken und dann links kreuzen!“

Glückwunsch.

Du wurdest gerade mit Beta besprüht.

Wenn jemand selbst knobeln möchte, ist es deshalb höflich, vorher zu fragen:

„Willst du Beta?“

Was ist die Crux?

Die Crux ist die schwierigste Stelle einer Route oder eines Boulders.

Manchmal besteht die Crux aus einem einzigen extrem schweren Zug.

Manchmal ist es eine längere Sequenz.

Und manchmal ist die eigentliche Crux einfach der Mut, endlich loszulassen.

Was bedeutet Flash?

Ein Flash bedeutet:

Du kletterst einen Boulder oder eine Route im ersten Versuch, hattest aber vorher bereits Informationen.

Zum Beispiel:

  • du hast jemand anderem zugesehen
  • du kennst die Beta
  • jemand hat dir einen Bewegungsablauf erklärt

Trotzdem zählt nur ein Versuch.

Was bedeutet Onsight?

Onsight ist ebenfalls ein erfolgreicher erster Versuch – allerdings ohne vorherige Informationen über die Route.

Du hast:

  • niemandem dabei zugesehen
  • keine Beta bekommen
  • die Route vorher nicht ausprobiert

Onsight wird vor allem beim Seilklettern verwendet.

Was bedeutet Rotpunkt?

Beim Rotpunkt-Klettern darfst du eine Route vorher bereits ausprobiert haben.

Der erfolgreiche Versuch muss dann jedoch vollständig aus eigener Kraft erfolgen:

  • von unten starten
  • ohne Sturz
  • ohne Belastung des Seils
  • alle Zwischensicherungen korrekt einhängen

Wenn du nach mehreren Versuchen endlich durchkommst:

Send.

Was ist ein Projekt?

Ein Projekt ist ein Boulder oder eine Route, an der du über mehrere Versuche oder Sessions arbeitest.

Je länger das Projekt dauert, desto häufiger passiert Folgendes:

Du kennst:

  • jeden Griff
  • jeden Tritt
  • jede Bewegung
  • jede Rastposition

… und fällst trotzdem immer an derselben Stelle.

Willkommen beim Projektieren.

Was bedeutet Top?

In der Boulderhalle bedeutet Top, dass du den dafür vorgesehenen letzten Griff kontrolliert erreicht hast.

Im Wettkampf muss der Topgriff normalerweise mit beiden Händen kontrolliert werden.

Was ist ein Topout?

Bei einem Topout gibt es keinen klassischen letzten Griff.

Stattdessen kletterst du auf den Boulder beziehungsweise den Felsblock hinauf und stehst am Ende oben drauf.

Der letzte Mantle kann dabei durchaus noch einmal zur Crux werden.

Begriffe rund um Bouldern, Halle und Fels

Was ist Spotten?

Beim Spotten versucht eine Person am Boden, einen stürzenden Boulderer so zu lenken, dass dieser möglichst kontrolliert auf dem Crashpad landet.

Es geht nicht darum, die Person aufzufangen.

Vielmehr soll verhindert werden, dass sie beispielsweise mit Kopf oder Rücken außerhalb der Matte landet.

Was ist ein Crashpad?

Ein Crashpad ist eine tragbare Bouldermatte für das Bouldern am Fels.

Es wird unter dem Boulder ausgelegt und soll Stürze auf den Boden abfedern.

Je nach Boulder werden mehrere Pads verwendet und während des Versuchs entsprechend verschoben.

Zu unseren Crashpads

Was ist Chalk?

Chalk ist das weiße Pulver an den Händen fast aller Kletterer.

Es besteht überwiegend aus Magnesiumcarbonat und hilft dabei, Feuchtigkeit an den Händen zu reduzieren.

Chalk gibt es unter anderem als:

Mehr dazu findest du in unserem Kletterchalk-Crashkurs.

Zu unserem Chalk

Was ist ein Chalkbag?

Ein Chalkbag ist ein kleiner Beutel für Chalk, der beim Seilklettern am Körper getragen werden kann.

Dadurch kannst du während einer Route nachchalken.

Zu unseren Chalkbags

Was ist ein Boulderbag?

Ein Boulderbag beziehungsweise Chalk Bucket ist größer als ein klassischer Chalkbag und steht beim Bouldern meist am Boden.

Oft bietet er zusätzlichen Platz für:

Zu unseren Boulderbags
MANTLE Loses Kletterchalk 150 g in Paper Tube

Was ist eine Tickmark?

Eine Tickmark ist eine kleine Chalkmarkierung neben einem Griff oder Tritt.

Sie hilft dabei, schlecht sichtbare Griffe während eines Versuchs schneller zu finden.

Am Fels gilt allerdings:

Tickmarks nach der Session wieder abbürsten.

Kuriose Kletterbegriffe und Kletterslang

Und jetzt kommen wir zu den Begriffen, die wahrscheinlich dafür sorgen, dass Nicht-Kletterer in einer Boulderhalle gelegentlich etwas verwirrt schauen.

„Allez, allez!“

Allez ist Französisch und bedeutet ungefähr:

„Los!“, „Komm!“ oder „Weiter!“

Beim Klettern wird es als Anfeuerungsruf verwendet.

Besonders bei internationalen Wettkämpfen hört man regelmäßig:

„ALLEZ! ALLEZ! ALLEZ!“

Wie oft man „Allez“ hintereinander rufen muss, ist wissenschaftlich bislang nicht abschließend geklärt.

„Gamba!“

Auch „Gamba!“ ist in Teilen der Kletterszene als Anfeuerungsruf zu hören.

Das Wort kommt aus dem Italienischen und bedeutet eigentlich Bein.

Sinngemäß soll der Ruf daran erinnern, die Beine einzusetzen beziehungsweise weiterzukämpfen.

Und tatsächlich ist:

„Benutz deine Beine!“

wahrscheinlich einer der häufigsten Ratschläge, die Anfänger beim Klettern hören.

„Psyche!“

Psyche! oder „Psyched!“ bedeutet in der Kletterszene ungefähr:

motiviert, begeistert, voller Vorfreude.

Beispiel:

„Ich bin richtig psyched auf das Projekt.“

Oder:

„Der neue Boulder macht mich mega psyched.“

Was bedeutet Send?

Ein Send ist eine erfolgreiche Begehung.

Wenn du dein Projekt endlich kletterst:

„I sent it.“

Daraus entstehen auch Begriffe wie:

Send Go: der erfolgreiche Versuch.

Sending Season: die vermeintlich perfekte Jahreszeit für harte Projekte.

Was ist ein Dab?

Ein Dab passiert beim Bouldern, wenn du während eines Versuchs etwas berührst, das nicht zum Boulder gehört.

Zum Beispiel:

  • Boden
  • Crashpad
  • benachbarter Boulder
  • Baum
  • Spotter

Dann ist der Versuch streng genommen nicht mehr sauber.

Besonders tragisch:

Du hältst den letzten Zug deines Projekts – und dein Fuß streift ganz leicht das Crashpad.

Dab.

Was ist ein Barn Door?

Barn Door bedeutet wörtlich Scheunentor.

Beim Klettern beschreibt es den Moment, in dem dein Körper unkontrolliert seitlich von der Wand aufschwingt – ungefähr wie eine Tür, die sich öffnet.

Gegenmittel können unter anderem sein:

  • Flaggen
  • Heel Hook
  • Toe Hook
  • bessere Fußposition
  • Körperspannung

Was ist ein Elvis Leg?

Das Elvis Leg kennt vermutlich jeder, der schon einmal deutlich über seinem letzten Haken stand.

Ein Bein beginnt plötzlich unkontrolliert zu zittern.

Wie Elvis auf der Bühne.

Meistens hilft:

  • kurz entspannen
  • Ferse absenken
  • Gewicht besser verteilen
  • weiteratmen

Panik macht es selten besser.

Was bedeutet Pump?

Der Pump ist das typische Gefühl komplett erschöpfter Unterarme beim Klettern.

Die Unterarme werden hart, die Finger wollen nicht mehr richtig schließen und plötzlich fühlt sich selbst der größte Henkel erstaunlich klein an.

Dann heißt es:

Shake out.

Was bedeutet Shake Out?

Beim Shake Out versuchst du während einer Route einen Arm zu entspannen und auszuschütteln.

Idealerweise findest du dafür eine gute Rastposition und wechselst anschließend die Arme.

Profis sehen dabei entspannt aus.

Anfänger sehen dabei manchmal aus, als würden sie verzweifelt versuchen, Wasser von ihren Händen zu schleudern.

Was bedeutet Sandbagged?

Ein Boulder oder eine Route ist sandbagged, wenn sie sich für den angegebenen Schwierigkeitsgrad ungewöhnlich schwer anfühlt.

Zum Beispiel:

„Das soll 6B sein?!“

Willkommen im Sandbag.

Das Gegenteil wird häufig als soft bezeichnet.

Eine „soft 7A“ fühlt sich also vergleichsweise leicht für 7A an.

Was bedeutet Highball?

Ein Highball ist ein ungewöhnlich hoher Boulder.

Da mit zunehmender Höhe auch die Konsequenzen eines Sturzes größer werden, verschwimmt bei sehr hohen Highballs die Grenze zwischen Bouldern und Free Solo teilweise.

Highball bedeutet deshalb nicht einfach nur:

mehr Crashpads.

Sondern häufig auch:

mehr Kopf.

Was ist ein Sit Start?

Beim Sit Start beginnt ein Boulder sehr tief beziehungsweise tatsächlich sitzend am Boden.

Die vorgeschriebenen Startgriffe und -tritte bestimmen, ab wann der Versuch zählt.

Was bedeutet „No Hands“?

Eine No-Hand-Restposition ist eine Stelle in einer Route, an der du dich so positionieren kannst, dass du keine Hand zum Festhalten brauchst.

Zum Beispiel durch:

  • Klemmen
  • Stemmen
  • gute Balance

Im Idealfall kannst du dort beide Arme ausschütteln und dich erholen.

Und dich fragen, warum du die letzten fünf Meter so viel Kraft verschwendet hast.

Wettkampfbegriffe beim Bouldern

Was ist eine Zone?

Bei Wettkampfbouldern gibt es neben dem Top häufig einen zusätzlichen Wertungsgriff: die Zone.

Wer die Zone kontrolliert, erhält bereits eine Wertung, auch wenn der Boulder nicht getoppt wird.

Entscheidend sind dabei unter anderem:

  • Anzahl der Tops
  • Anzahl der Zonen
  • benötigte Versuche

Was bedeutet Attempt?

Ein Attempt ist ein Versuch.

Im Wettkampf kann die Anzahl der benötigten Versuche entscheidend sein.

Zwei Athleten können gleich viele Boulder toppen – wer dafür weniger Versuche benötigt hat, kann besser platziert sein.

Was ist die Isolation?

Bei manchen Wettkampfformaten warten Athletinnen und Athleten vor ihrem Start in der Isolation.

Dadurch können sie nicht beobachten, wie andere die Boulder oder Routen lösen.

Insbesondere beim Onsight-Format ist das entscheidend.

Die Klettersprache lernt man am besten an der Wand

Am Anfang wirken Begriffe wie Gaston, Drop Knee, Beta Spray oder Barn Door vielleicht etwas absurd.

Nach einigen Monaten wirst du wahrscheinlich selbst irgendwann neben einem Boulder stehen und Sätze sagen wie:

„Ich glaube, du musst aus dem linken Undercling einen rechten Heel setzen, dann droppen und dynamisch in den Sloper deadpointen.“

Und jemand, der gerade zum ersten Mal in der Boulderhalle ist, wird dich verwirrt anschauen.

Dann weißt du:

Du bist angekommen.

Die meisten Kletterbegriffe musst du aber gar nicht aktiv lernen. Sobald du regelmäßig kletterst, begegnen sie dir automatisch.

Und wenn du einen Begriff nicht kennst?

Frag einfach.

Kletterer erklären meistens gerne.

Manchmal sogar, wenn man gar nicht gefragt hat.

Siehe:

Beta Spray.

Häufige Fragen zu Kletterbegriffen

Was bedeutet Beta beim Klettern?

Beta bezeichnet Informationen darüber, wie ein Boulder oder eine Route geklettert werden kann. Dazu gehören beispielsweise Griffabfolgen, Fußpositionen und bestimmte Klettertechniken.

Was ist der Unterschied zwischen Flash und Onsight?

Bei einem Flash wird eine Route oder ein Boulder im ersten Versuch geklettert, vorherige Informationen oder Beobachtungen sind jedoch erlaubt. Beim Onsight gibt es ebenfalls nur einen Versuch, allerdings ohne vorherige Beta oder Beobachtung anderer Kletterer.

Was bedeutet Crux?

Die Crux ist die schwierigste Stelle einer Route oder eines Boulders.

Was bedeutet Dyno?

Ein Dyno ist eine dynamische Kletterbewegung, bei der sich der Kletterer aktiv von der Wand abdrückt und den Zielgriff während der Bewegung oder im Flug erreicht.

Was bedeutet Topout beim Bouldern?

Bei einem Topout endet der Boulder nicht an einem definierten letzten Griff. Stattdessen wird auf den Felsblock beziehungsweise Boulder hinaufgeklettert.

Was bedeutet „Allez“ beim Klettern?

„Allez“ kommt aus dem Französischen und bedeutet ungefähr „Los!“ oder „Weiter!“. Beim Klettern wird es international als Anfeuerungsruf verwendet.

Was bedeutet Gamba beim Klettern?

„Gamba“ bedeutet auf Italienisch „Bein“ und wird in Teilen der Kletterszene als motivierender Zuruf verwendet – sinngemäß: Beine einsetzen und weiterkämpfen.

Was ist ein Dab beim Bouldern?

Als Dab bezeichnet man das unbeabsichtigte Berühren von Boden, Crashpad oder anderen nicht zum Boulder gehörenden Gegenständen während eines Versuchs. Der Versuch gilt dann streng genommen nicht mehr als sauber.

Was bedeutet Send beim Klettern?

Ein Send bezeichnet die erfolgreiche Begehung eines Boulders oder einer Route.

Was ist Beta Spray?

Beta Spray bedeutet, jemandem ungefragt Informationen über die Lösung eines Boulders oder einer Route zu geben. Höflicher ist es, zuerst zu fragen, ob die Person überhaupt Beta möchte.

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